HOF - ORGANISMUS

Wir leben in einer Welt der Spezialisierung und höchsten Effizienz.

Für mich war früh klar: Das ist nicht mein Weg. Ich möchte auf unserem Hof eine vielfältige Landwirtschaft im geschlossenen Hofkreislauf erhalten. Ackerbau, Viehzucht, Weinbau – alles gehört zusammen und unterstützt sich gegenseitig. Der Mist der Tiere ist der beste Dünger, das frische Heu das beste Futter. Ich beschäftigte mich intensiv mit der Kreislaufwirtschaft in einem lebendigen Hof-Organismus.

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MENSCH - TIER

Seit 2008 grast auf den Weideflächen unseres Hofes Waldviertler Blondvieh, eine kleinrahmige Rinderrasse, die früher als Arbeitstier wie auch als Milch- und Fleischlieferant diente. Mehrere Generationen der robusten Rasse leben in Mutterkuhhaltung gemeinsam in den offenen Ställen und auf den Weidekoppeln und genießen völlige Bewegungsfreiheit. Diese nutzen sie oft, um in den alten Marillengarten aufzubrechen, wo sie den Bewuchs auf natürliche Weise reduzieren und die Bodenflora positiv verändern. 

Den Mist der Tiere verteilen wir auf den landwirtschaftlichen Flächen und in den Weingärten, um dem Boden wieder etwas Lebendiges zurückzugeben. Außerdem verwenden wir den Mist auch für die biodynamischen Präparate, die wir bei uns am Hof anfertigen.

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MENSCH - PFLANZE

Unsere Felder werden nach den Prinzipien der Dammkultur bewirtschaftet. Wir bearbeiten sie mit leichten Traktoren und einem Häufelpflug. Dabei wird der Boden nur belüftet und nicht gewendet. Unkräuter wie Distel, Quecke und Ampfer verschwinden wie von selbst. Zudem entsteht eine, um ein Vielfaches größere Oberfläche. Der Boden ist locker und hat ein feines Wurzelsystem, die Kulturen können Nährstoffe, Sonnenlicht & Wasser besser aufnehmen und speichern. Die Dämme sorgen für ein eigenes Mikroklima: Das Sonnenlicht trifft nicht überall gleich intensiv auf den Boden, sodass Temperaturunterschiede und Luftzüge entstehen. Der Boden atmet.

In der bewährten 4-Felder Wirtschaft gedeiht seit 2019 auch Quinoa auf unseren Feldern. Weitere Infos dazu folgen in Kürze.

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GEMÜSEVIELFALT

Unser Garten und das Projekt Fermentarium

Drei Hektar unserer Landwirtschaft sind dem Gemüseanbau gewidmet. Sie werden von Rudi Hoheneder bearbeitet. Er pflegt die Flächen (so wie wir) biodynamisch und nach den Prinzipien der Turielschen Dammkultur. Sommer wie Winter versorgt er die Mitglieder seiner solidarischen Landwirtschaft mit frischem Gemüse. Was übrig bleibt, wird zu hochwertigen und lebendigen Produkten fermentiert, eingelegt und eingemacht.

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ARTENVIELFALT

Förderung der Artenvielfalt

Vor 20 Jahren ist uns aufgefallen, dass immer weniger Vögel bei uns Station machten. Deshalb pflanzten wir auf unseren Äckern rund ums Gut Windschutzgürtel mit einer Vielzahl an Bäumen und Sträuchern, welche nun als natürliche Brutplätze dienen. Gleichzeitig fanden darin auch andere Tiere eine abwechslungsreiche Lebensnische vor und erhöhten sukzessive die Artenvielfalt in den Feldern und Weingärten rund um den Hof.

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